Menschen in Gefahr?

Menschen in Gefahr?

Menschen in Gefahr?

Übergriffe durch Wölfe auf Menschen

Die Sicherheit des Menschen steht an erster Stelle!

In der Vergangenheit hat es in verschiedenen Ländern in seltenen Fällen Nahbegegnungen zwischen Wolf und Mensch und auch Übergriffe von freilebenden Wölfen auf Menschen gegeben. Diese Fälle reichten von Wölfen, die sich an der Anwesenheit des Menschen nicht störten, bis hin zum Angriff auf Menschen. Von diesen Übergriffen berichten im Wesentlichen zwei Studien, die beide im Jahr 2002 veröffentlicht wurden (siehe unten). Basierend auf den Verhaltensmustern der Wölfe, die in den Studien beleuchtet werden und den teilweise durch Menschen geschaffenen Rahmenbedingungen, erscheint das Risiko einer Wolfsattacke in Europa (und Nordamerika) in der heutigen Zeit sehr, sehr gering.

Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit von Wolfsangriffen auf Menschen ist das Risiko aber nicht gleich null. Daher sollten entsprechende Maßnahmen feststehen, bevor es zu solchen Ereignissen kommt, in der Hoffnung, diese nie gebrauchen zu müssen. Diese Maßnahmen müssen einerseits Bestandteil von offiziellen Wolfsmanagementplänen sein. Andererseits müssen die besagten Maßnahmen jedoch als konkret und detailliert beschriebene Aktionspläne “in der Schublade” der zuständigen Behörde liegen. Die Absicht ist hiermit, jederzeit definierte Rollen und Personen zu aktivieren, um die Managementmaßnahmen umgehend realisieren zu können.

Zeigt sich ein Wolf erstmals auffällig, sollte in einem zu eröffnenden Protokoll (Liste) alles über ihn dokumentiert werden, um ggf. ein Muster erkennen und um ihn beurteilen zu können. In Folge dessen muss dann entschieden werden, welche Managementmaßnahmen ergriffen werden sollen, wie z.B. eine Besenderung des Wolfes, die Umsetzung von Vergrämungsmaßnahmen, die Entnahme des Tieres aus der Natur, etc. Zu jedem Zeitpunkt ist es von hoher Wichtigkeit die Bevölkerung über einen solchen Wolf transparent zu informieren und auf dem Laufenden zu halten.

Aus der NINA Studie, Seite 40

Angriffe auf Menschen im Überblick

In der Zeit 1950 – 2000 kam es zu 4 nicht durch die Tollwut und zu 5 durch die Tollwut motivierte tödlichen Angriffe auf Menschen in Europa. Insgesamt kam es in dieser Zeit allerdings zu 50 Übergriffen. Vom 18. Jahrhundert bis zum Jahr 2000 kam es in Europa zu ca. 3.013 Übergriffen, von denen ca. 1.603 tödliche Folgen für Menschen hatten. Von den 3.013 Übergriffen waren ca. 1.430 Übergriffe (mit mind. 600 Todesfolgen) durch an Tollwut erkranke Wölfe verursacht.

Die folgende Tabelle bietet detaillierten Aufschluss.

Wie soll man sich verhalten, wenn man auf einen Wolf trifft?

Der Unterschied der hier zuvor dargestellten Verhaltensregeln aus dem Jahr 2015 im Vergleich zu denen aus dem Jahr 2002, ist zu erkennen, dass folgende Sätze nach dem Jahr 2002 hinzugefügt wurden:

  • Es ist wichtig, Lebensmittel und Kochutensilien sicher zu verstauen, wenn das Camp unbesetzt ist, auch während des Tages.
  • Campe nicht in der Nähe von Kadavern. Wölfe werden wahrscheinlich davon fressen und ihre natürliche Nahrungsquelle verteidigen.
  • Nähere Dich niemals Wölfen. Dieses Verhalten wird dazu führen, dass Wölfe sich an Menschen und ihren Geruch gewöhnen.
  • Bedenke, dass Du in dieser Umwelt Gast bist. Dies ist die Heimat der Tiere, die hier leben.
  • Lass ihn (den Wolf) nicht näher als 100m herankommen.
  • Nutze Pfefferspray, falls Du eines besitzt und mit seinem Umgang vertraut bist. Bedenke die Reichweite und Nutzungsvoraussetzungen für das Produkt, dass Du benutzt.