Erlebnisausstellung

Erlebnisausstellung

Erlebnisausstellung

Machen Sie gerne mit!

Die 230 m2 große Erlebnisausstellung folgt dem modernen Konzept der Interaktion. Hier werden die Besucher selbst aktiv. Echte Präparate, erstaunliche Fotografien und bewegte Bilder vermitteln einen direkten Einblick in das Leben von Wölfen. Emotionale Erlebnisse werden über Bilder, Klänge und haptische Inszenierungen erzeugt. Zugleich liefern Infoboards zu jedem Themenbereich Hintergrundinformationen. Durch Mitmach-Exponate ist dies eine Ausstellung “zum Anfassen”, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht!

Die Planung und Ausstellungsdurchführung hat das Universum Bremen übernommen. Wir sind davon überzeugt, dass dieses moderne Ausstellungskonzept wesentlich zur Aufklärung über den Wolf beiträgt. Nachhaltig wird das Erlebte durch Emotionalität und Information erfahrbar.

Das zentrale Element und Orientierungspunkt der Ausstellung bildet ein großes Diorama. Um diesen Mittelpunkt gruppieren sich die fünf Themenbereiche.

Jeder Bereich steht inhaltlich für sich selbst. So können die Besucher nach eigenem Interesse entscheiden, welchen Aspekten sie sich zuwenden wollen.

Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher für Wölfe zu faszinieren und sie letztlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tier und Natur zu sensibilisieren.

``Faszination Wolf - Sinne, Leistungen, Biologie``

In diesem Ausstellungsbereich werden die enormen Leistungen von Wölfen erlebbar: Wieso erspähen Wolfsaugen auch bei tiefster Dunkelheit die Bewegung von kleinen Tieren? Welche Informationen nehmen Wölfe über den Geruchssinn wahr? Wie schnell können Wölfe sprinten?

An interaktiven Stationen vergleichen die Besucher ihre eigenen Fähigkeiten mit denen von Wölfen und erfahren so ganz direkt, welche Faszination Wölfe ausüben und warum sie als hoch spezialisierte Räuber gelten. So können Sie mit Hilfe von “künstlichen Ohrmuscheln” erleben, warum es für Wölfe sinnvoll ist, diese unabhängig voneinander zu bewegen. Oder Sie riechen ähnlich wie Wölfe eine Geruchsspur. Auch das Sichtfeld und die optische Wahrnehmung eines Wolfes können Sie nacherleben.

Neben den vielen interaktiven Stationen vervollständigen Präparate, Fotografien und Texte das heutige Wissen zur Biologie der Wölfe. Ein umfangreiches Infoterminalsystem liefert weiterführende Informationen zu diesem Ausstellungsbereich.

``Unter Wölfen – Population, Kommunikation, Aufzucht``

Wölfe verfügen über ein differenziertes Kommunikationssystem. Sie verständigen sich über Laute und Duftmarken. Vor allem aber drücken sich Wölfe mit Hilfe von Körpersprache und Mimik aus.

In diesem Ausstellungsbereich lernen die Besucher spielerisch die Kommunikation unter Wölfen kennen und verstehen. Sie hören Wolfsgeheul, interpretieren Mimiken von Wölfen oder erkunden ihre Körpersprache. Desweiteren wird in diesem Ausstellungsbereich am Beispiel des hier lebenden, handaufgezogenen Rudels das Sozialverhalten und sein ritualisiertes Verhalten aufgezeigt. Wer mehr erfahren möchte, findet weiterführende Informationen an einem Infoterminalsystem.

``Von Wölfen gejagt – Ernährung, Beutetiere, Jagdverhalten``

Wer durch den “Wald der Beutetiere” wandelt, ist nicht nur beeindruckt, dass Wölfe in der Lage sind Tiere zu erlegen, die um einiges größer sind als sie selbst. Man erfährt auch viel über die Variabilität ihres Jagdverhaltens.

Begriffe wie “Beschleichen”, “Hetzen” oder “Absprengen” werden zu eindrucksvollen Fotografien für die Besucher verständlich. Wer hätte gedacht, dass Wölfe durch ihr “Treiben” der Beutetiere das Ökosystem positiv beeinflussen? Das verhindert, dass Gebiete “abgefressen” werden. Zusätzlich erwischen Wölfe häufig die schwächeren Tiere einer Herde und reduzieren somit die Verbreitung möglicher Krankheiten.

Das komplexe Zusammenspiel von Räuber und Beute lernen die Besucher an einer interaktiven Computerstation kennen. Weitere detaillierte Informationen werden mittels eines Infoterminalsystems zur Verfügung gestellt.

``Wölfe und Menschen – Wolfsgeschichten, Wolfsjagd, Wolfsmanagement``

Dieser Ausstellungsbereich widmet sich dem ambivalenten Verhältnis von Menschen und Wölfen.

Miniaturdioramen von verschiedenen Jagdszenen zeigen die Techniken, mit denen Menschen in der Vergangenheit Wölfe gnadenlos verfolgt und in Westeuropa ausgerottet haben. Hörstationen greifen den mystischen Aspekt von Wölfen auf: vom “bösen Wolf” in Grimms Märchen bis zum “nährenden Wolf” in der antiken Mythologie.

Zentrales Element dieses Ausstellungsbereiches bildet das “Diskussionsforum Wolf”, ein interaktiver Computertisch, an dem die Besucher ihre Meinung hinterlassen oder zu wechselnden, aktuellen Fragen Informationen erhalten und Stellung beziehen können: Unterstützen Sie die Wiederkehr von Wölfen in Deutschland? Sollte man Wölfe als natürliche Regulation des Ökosystems einsetzen? Würden Sie durch einen Wald spazieren, in dem Wölfe leben?

Indem Sie sich solchen konkreten Fragen stellen, verknüpfen und bewerten Sie die Informationen der Ausstellung und stellen eine Verbindung zu ihrem eigenen Leben her – dies führt letztendlich zu einem nachhaltigeren Erlebnis.

``Vom Wolf zum Hund – Wolfsvielfalt, Domestikation, Zucht``

Dackel, Pudel, Schäferhund – kaum zu glauben, dass so unterschiedliche Hunderassen alle vom Wolf abstammen. Wie vollzog sich die Entwicklung vom Wolf zum Hund? Welche Erkenntnisse existieren über das erste Zusammenleben von Wölfen und Menschen? Was haben Wölfe und Hunde gemeinsam und worin unterscheiden sie sich? Wie hat sich das Bild vom Hund im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert?

Dieser Ausstellungsbereich thematisiert kaleidoskopartig verschiedene Sichtweisen auf das Dreiecksverhältnis Wolf/Hund/Mensch. Objekte, Bilder und spannende Interviews sprechen verschiedene Aspekte an und laden Besucher ein, sich ein eigenes Bild zusammenzusetzen. Der “Setzkasten” zeigt einerseits die thematische Vielfältigkeit und lädt anderseits ein, in den einzelnen Fächern genauer nachzuforschen.