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Wolfcenter, Presse, Download, Frank Faß

Pressemitteilung: Die Bejagung von Wölfen in Deutschland

Frank Faß, Jäger und Inhaber des WOLFCENTER Dörverden, berichtet im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit von der bisher steten Ausbreitung der Wölfe in Deutschland und deren Folgen. Er setzt sich mit viel Engagement uns Sachverstand für das Vorhandensein von frei lebenden Wölfen ein, betrachtet die damit verbundenen Aspekte jedoch auch kritisch. Besonders freut er sich darüber, dass das WOLFCENTER mittlerweile von vielen Jägern besucht wird, die die Notwendigkeit erkannt haben, sich genauestens über den Wolf zu informieren.

Bundesweite Managementpläne sind unerlässlich

Seit dem Jahr 2000 siedeln Wölfe sich wieder selbstständig in Deutschland an und breiten sich langsam aber stetig aus. Die Ausbreitung der Wölfe stößt bei den Menschen in Deutschland auf unterschiedliche Standpunkte. Neben Verunsicherung aus Unwissenheit, ist auch Freude und Faszination festzustellen, aber auch teilweise grundsätzliche Ablehnung verbunden mit der Forderung, die Wölfe abzuschießen. Ein übertriebener Tierschutzgedanke, aber auch Hass auf Wölfe bringt uns nicht an einen Tisch, an dem Lösungen gefunden werden können für die Sache Wolf in Deutschland. Nach wie vor muss gelten, dass Vertreter der verschiedensten Interessengruppen aus den Bereichen Bundes- und Landesverwaltung, Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Tourismus, u.v.m. langfristig am runden Tisch gemeinsam entscheiden, in wie weit hier und da bereits bestehende Managementpläne optimiert werden können. Diese Entscheidungen können nur aufgrund solider Wolfsnachweise getätigt werden. Ein dynamischer Prozess, der stets aufrecht erhalten werden muss.

Im Jahr 2011 konnten 12 Wolfsrudel in Ostdeutschland nachgewiesen werden, dazu kommen Paare und bisher noch allein lebende Wölfe – Einzeltiere, also ohne Partner. Die deutschen Wölfe gehören der westpolnisch-deutschen Population an und sind wiederum Teil einer Metapuplation – der Gesamtheit aller Europäischen Grauwölfe. Fangen im Grunde genommen die Wölfe gerade erst an, sich auszubreiten, werden Forderungen lauter, den Wolf, obwohl er in der EU und somit auch in Deutschland strengstens geschützt ist, neben dem Naturschutzrecht auch in das Jagdrecht aufzunehmen. Eine Forderung, die zurzeit absolut überflüssig ist. Argumente, der Wolf sei dann doppelt geschützt, sind nicht haltbar.

Gezielte Tötung eines Wolfes nicht ausgeschlossen

Möglicherweise wird man eines Tages in Einzelfällen über die Bejagung von Wölfen nachdenken müssen, wenn ein spezifischer Grund vorliegt. Doch wie ist die „Entnahme eines Wolfes aus der Wildbahn“ – also das Schießen von Wölfen durch Jäger – nach heutigem Kenntnisstand zu beurteilen?

Wichtig ist, bei dieser Diskussion zwei verschiedene „Paar Schuhe“ zu unterscheiden:

  1. Die Entnahme eines Wolfes aus der Natur
  2. Die Bejagung des Wolfes

Die Entnahme eines Wolfes aus der Natur…

wird aus einem spezifischen Grund vorgenommen, muss von der Obersten Naturschutzbehörde (MU) genehmigt werden und hat nichts mit Jagdausübung zu tun. Diese Entnahme ist auch nur dann mit EU-Recht vereinbar, wenn es keine anderen Mittel gibt. Der Rechtsrahmen ist dafür bereits durch das FFH-Recht und das Bundesnaturschutzgesetz gegeben und dieser wiederum in Managementplänen niedergeschrieben und wird bei anderen Arten, wie z.B. Biber auch angewendet.

Gründe sind z.B.:

  • Ein Tier spezialisiert sich auf das häufige Reißen von Haustieren (was geschehen kann, wenn z.B. Schafhalter keine adäquaten Schutzmaßnahmen für ihre Tiere vornehmen). Eine Entnahme ist auch dann aber nur rechtens, wenn alle anderen Maßnahmen wirkungslos bleiben.
  • Ein Wolf wird „habituiert“ (der Ausdruck „habituiert“ wird in diesem Zusammenhang verwendet, wenn sich ein Tier so sehr an die Nähe von Menschen gewöhnt, dass es seine Scheu verliert, ein junger, unerfahrener Wolf, der beim Anblick eines Menschen neugierig stehen bleibt, ist dagegen noch lange nicht „habituiert“) z.B. durch „Anfüttern“ das bewusst oder unbewusst (z.B. Beschickung von Komposthaufen mit Fleisch- und Speiseabfällen) geschieht.

Wenn eine Entnahme angeordnet wird, muss eine erfahrene, fachkundige Person dazu vom MU beauftragt werden. Das kann unter bestimmten Umständen auch ein Jäger sein, wenn er über die erforderliche Kompetenz verfügt. Diese Maßnahme hat aber nichts mit „Jagd“ zu tun, sondern ist eine Managementmaßnahme des Artenschutzes. Sie bezieht sich auf die kontrollierte Entfernung (muss nicht unbedingt = Tötung sein) eines bestimmten Individuums, das ein Problem für die Wolfspopulation oder für Haustiere oder für den Menschen darstellt – sofern dieses Problem (z.B. für Haustiere) nicht durch andere Mittel lösbar ist.

Die Bejagung des Wolfes…

im Sinne des Jagdrechtes, wie z.B. Rotwild oder Fuchs, setzt voraus,

  • dass der Wolf dem Jagdrecht unterliegt und damit als „Wild“ im Sinne des Jagdrechtes eingestuft wird,
  • dass die Population so groß ist, dass eine Bejagung den günstigen Erhaltungszustand dieser Population nicht gefährdet.

Bei einer Übernahme in das Jagdrecht würde dem Wolf in der derzeitigen Situation eine ganzjährige Schonzeit eingeräumt werden. Der strenge Schutz über das nationale und EU-Recht (Naturschutzrecht) besteht weiterhin (siehe Luchs, Fischotter, Wildkatze). Da der Wolf weiterhin über die FFH-Richtlinie geschützt ist, dürfte er nur dann im Rahmen einer Jagdausübung geschossen werden, wenn sich seine Population in einem „guten Erhaltungszustand“ befindet und dieser durch Bejagung nicht verschlechtert würde. Unter diesen Umständen würde ihm auch eine Jagdzeit eingeräumt.

Eine Population (wie z.B. die deutsch-westpolnische) ist laut genetischen Untersuchungen aber erst dann in einem guten Erhaltungszustand (mit ausreichender genetischer Variabilität), wenn sie mindestens 1000 Tiere zählt, ein regelmäßiger freier Austausch der Individuen innerhalb des gesamten Populationsgebietes erfolgen kann und wenn diese 1000 Tiere auf eine ausreichende genetische Vielfalt zurückzuführen ist (also nicht, wenn sie von relativ wenigen Tieren abstammen wie die kleine deutsch-westpolnische Population heutzutage). Der Erhaltungszustand muss durch harte Daten belegt werden (u.a. im Rahmen des Monitorings ermittelte C1- und C2-Nachweise).

Ein Abschussplan müsste dann für die Art erstellt werden, der jedoch hohe Auflagen zur Umsetzung beinhalten würde (vergleichbar denen bei der so genannten „licensjakt“ in Schweden).

Fachlich wäre es erforderlich, genau festzulegen, in welchem Rudel welche Tiere gejagt werden dürfen, z.B. Jährlinge, nicht jedoch das Elternpaar. Dies Forderung ist in jagdlichen Situationen kaum realisierbar, da in der Regel nur wenige Sekunden für die Ansprache zur Verfügung stehen und Durchschnittsjäger nicht über die erforderliche Fachkompetenz verfügen, einen Jährling von einem adulten Tier zu unterscheiden – fällt dies doch sogar erfahrenen Wolfskennern innerhalb so kurzer Beobachtungszeit schwer!

Den Wolf in das Jagdrecht zu überführen, ist zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zielführend und sinnvoll. Der Wolf genießt durch das Naturschutzrecht einen mindestens so strengen rechtlichen Schutz wie durch das Jagdrecht für ganzjährig geschützte Arten (Straftatbestand, bis zu 5 Jahre Haft). Ein guter Erhaltungszustand der deutsch-westpolnischen Population ist weit entfernt.

Fachwissen über den Wolf ist ein Muss

Zunächst einmal ist festzustellen, dass der Wolf bisher nicht fester Bestandteil der Lehrpläne in den verschiedenen Schulformen ist – leider aber auch weitestgehend nicht der Vorbereitungslehrgänge zur Jägerprüfung, die jährlich tausendfach in Deutschland abgelegt wird und neue Jäger in die Reviere des Menschen entlässt. Somit steht der Jäger Mensch dem Topprädator Wolf doch ziemlich frei von Fachkunde über dessen Wildbiologie gegenüber. Die Forderung, über den Wolf zu lehren ist somit gerechtfertigt, ernst zu nehmen und umgehend umzusetzen. Sinnvolle Maßnahmen der Jägerschaft sind die Überarbeitung der Literatur für Jägerseminare sowie die Korrektur und Überarbeitung der Darstellung des Wolfes in der Jagdliteratur, insbesondere den Lehrbüchern für die Vorbereitung der Jägerprüfung. Auch die Jägerprüfung selbst muss den Wolf erfassen – sei es, dass er im Jagdrecht steht oder nicht.

Jäger sind per Gesetz verpflichtet, das Wild zu hegen und zu pflegen. Doch wie soll das gelingen, wenn man sich nicht mit Wölfen auskennt? Die Pflicht der Jäger zur Hege ist für den Wolf allerdings auch nicht realistisch. Wie soll ein Wolf gehegt werden? Er braucht kein Heu in Notzeiten, er braucht keine Wildäcker, keine Hegebüsche, kein Fernhalten von Prädatoren.

Bevor ein Jäger ein Tier erlegen (in der Jägersprache „strecken“) darf, muss er es ansprechen, d.h. er muss beurteilen, welches Geschlecht das in Betracht kommende Tier hat, wie alt es ist, wie fit das Tier optisch wirkt und ob es somit überhaupt getötet werden darf. Durch fehlendes Fachwissen und fehlende Routine, sind Jäger in Deutschland in der großen Mehrheit nicht im Stande, den in freier Wildbahn lebenden Wolf richtig anzusprechen. Es erfordert sehr viel Erfahrung, den gesichteten Wolf aufgrund seiner Optik in die richtige Altersklasse einzustufen. Wir unterscheiden drei Altersklassen: Erwachsener Wolf, Jährling und Welpe. Sogar Verwechslungen zwischen Hunden und Wölfen sind festgestellt worden. Das kann dann sehr peinlich werden. Dieser Umstand kann nur positiv verändert werden, wenn Jäger und deren Verbände in ihrer Gesamtheit gewillt sind, sich die Fachkunde über Wölfe anzueignen.

Im Rudel leben – nur hochsoziale Tiere können das

Wölfe sind hochsoziale Säugetiere, bei denen sich beide Elternteile an der Aufzucht der Welpen langfristig beteiligen. Selbst die ein Jahr älteren Geschwister der Welpen – die Jährlinge – unterstützen die Eltern bei der Welpenaufzucht. Die beiden Elterntiere leben in der Regel monogam zusammen und besetzen gemeinsam ein Revier, das häufig über 200 Quadratkilometer groß ist. Dieses Revier können Wölfe in einer Nacht vollständig durchstreifen. Das konnte anhand von mit Senderhalsbändern ausgestatteten Wölfen und Satellitentechnik in Deutschland bewiesen werden. In Wolfsrevieren dieser Größe befinden sich rechnerisch 20 Jagdreviere des Menschen zu je durchschnittlich 1.000 Hektar Größe. Tatsächlich sind die Reviere häufig kleiner – also noch mehr Jagdreviere des Menschen im Wolfsrevier. Somit ist es realistisch, dass bei einem Jagdansitz auf Wildschweine tatsächlich alle Jäger ein und dasselbe Wolfsrudel, ein Pärchen oder eben auch das Einzeltier, wenn nur eins vorhanden ist sehen. Beim Anblick z.B. eines einzelnen Wolfes besteht wiederum die Gefahr, dass die Sichtungen aller Jäger aufaddiert werden und über mehrere Wölfe im Gebiet diskutiert wird, obwohl nur dieser eine da ist. Hier stellt sich übrigens schon die nächste Frage: Sollen Elterntiere geschossen werden dürfen, wenn sie doch beide gemeinsam und dauerhaft den Nachwuchs aufziehen? Nein, denn das verbietet die Jagdethik! Während der Aufzuchtphase der Welpen werden diese an ihre eigene Art – also an Wölfe sozialisiert, also gebunden. Der Mensch steht dabei außen vor, was erklärt, dass Wölfe nicht sonderlich an Menschen interessiert sind. Wölfe haben aber auch keine panische Angst vor Menschen. Während der Aufzuchtphase werden die jungen Welpen parallel nebenbei an verschiedenste Umweltreize gewöhnt. Bei den ersten Wanderungen durch das Elternrevier, zu Beginn ihres ersten Winters, setzt sich dieser Prozess fort. Wölfe lernen also ganz nebenbei die verschiedensten natürlichen und unnatürlichen Gegebenheiten kennen. Je nach Lebensraum kann die Habituierung sehr unterschiedlich ablaufen. Wir Menschen zählen übrigens nicht zur Beute der Wölfe, auch wenn äußerst selten Übergriffe von Wölfen auf Menschen festgestellt wurden. Wie schon gesagt sind Wölfe hochsoziale Lebewesen. Deshalb sollte es nicht verwundern, dass es auch bei ihnen unterschiedliche Typen gibt. So gibt es durchaus sehr vorsichtige und neugierigere Individuen. Die intensive Bejagung von Wölfen in Europa dürfte dazu geführt haben, dass nur die sehr vorsichtigen Individuen überlebten. Diese Vorsicht wird von ihren Nachkommen in einer Mischung sowohl vererbt, als auch erlernt worden sein. Hoher Jagddruck kann also selektiv wirken – ähnlich einem Zuchtprozess. Ab dem 1. Mai, wenn der Wolf also etwa ein Jahr alt ist, benennen wir ihn von Welpe auf Jährling um – so ist heute das Wolfsjahr festgelegt. Er ist mittlerweile ein Wolf, der in die Pubertät eingetreten ist und langsam erwachsen wird. Schon längst ist er aber im Hinblick auf Körpergröße und Körperbau nicht mehr von einem erwachsenen Wolf zu unterscheiden. Im Alter von ein bis zwei Jahren wandern Wölfe in der Regel aus dem Elternrevier endgültig ab, mit der Zielsetzung, ein eigenes Jagdrevier und einen Paarungspartner zu finden. Und dennoch muss festgehalten werden: haben wir Jäger eines Tages den Wolf vor uns im Revier, können wir nicht mit Bestimmtheit feststellen, wen wir da genau anzusprechen haben – ist es ein erwachsen aussehender Jährling während der Suche nach einem neuen Revier oder tatsächlich ein erwachsener Wolf? Beim erwachsenen Wolf stellt sich wiederum die Frage, ob er ein Einzeltier ist, oder ob seine Partnerin bzw. ihr Partner mit im Wolfsrevier ist und ob sie Nachwuchs führen. Nur wenn ein ganzes Rudel vollständig zu sehen ist, können Einschätzungen getroffen werden. Eine selektive Jagd ist also nicht möglich, es sei denn Elterntiere wären markiert.

Wer kann was, wer darf was?

Sollten Forderungen massiv werden, den Wolf eines Tages in das Jagdrecht mit Schonzeiten und Bejagungszeiten aufzunehmen, muss zunächst einmal überlegt werden, wer denn dann den Wolf überhaupt erlegen soll. Hier ist eine große Diskrepanz zu erkennen. Angenommen der Abschussplan sieht die Erlegung eines Wolfes in einem Jahr in einem definierten Gebiet vor. Wer stellt sicher, dass in den über 20 Jagdrevieren des Menschen – geteilt mit einem Wolfsrevier – auch wirklich nur ein Wolf geschossen wird und nicht versehentlich mehrere, unwissend, dass in derselben Nacht bereits an anderer Stelle schon der Wolf geschossen wurde, was auch nicht realistisch ist. Hier muss strengste Meldepflicht darüber gegeben sein, dass ein Wolf geschossen wurde. Ehrlich gefragt, wie soll das gelingen? Deshalb wird der Mehrfachabschuss nicht zu vermeiden sein. Die zuvor erwähnte Problematik der richtigen Ansprechbarkeit bleibt bestehen und die Lichtverhältnisse der Dämmerung und des Mondlichtes tragen noch erschwerend dazu bei. Schon heute sind illegale Abschüsse festzustellen. Bei der schwedischen „licensjakt“ darf nur bei Tageslicht gejagt werden, jede Jagdgruppe hat einen verantwortlichen Jagdleiter, der sofort über einen abgegebenen Schuss informiert wird und diesen sofort an eine Zentralstelle weiter meldet. Alle 30 Minuten muss er bei der Zentralstelle nachfragen, ob noch ein Wolf frei ist. Jeder abgegebene Schuss wird zunächst auf die Quote angerechnet, so lange, bis bei einer Nachsuche mit völliger Sicherheit geklärt ist, dass der beschossene Wolf unverletzt geblieben ist. Wird ein Wolf über die Quote hinaus geschossen, dann wird zunächst eine Untersuchung wegen Wilderei eingeleitet.

Abschuß von Hunden gesetzlich verbieten

Desweiteren muss die Erlegung wildernder Hunde gesetzlich verboten werden, was allerdings auch heute schon angebracht ist. Dafür, dass der eigene Hund wildern geht, gehört der Hundebesitzer allerdings auch bestraft. Eine Verwechslungsmöglichkeit aufgrund falscher Identifikation seitens des Jägers Mensch muss ausgeschlossen werden, um nicht verleitet zu werden, absichtlich den Wolf für einen wildernden Hund zu halten und den Abschuß „versehentlich“ zu rechtfertigen. Um es klar zu sagen, haben Jäger dieser Couleur übrigens ohnehin nicht den Jagdschein verdient. Diese beschädigen das Ansehen derjenigen Jäger, die das Weidwerk ernst nehmen und mit Respekt vor Gottes Kreaturen handeln.

Jäger wollen Trophäen sammeln. Das ist Bestandteil der Jagd. Beim Wolf, wie auch beim Fuchs, ist diese sein Fell. Hier muss das Aneignungsrecht, dass der Jäger in Bezug auf das erlegte Wildtier hat, allerdings vorerst ausgehebelt werden. Alle erlegten Wölfe müssen an diejenigen Institute abgegeben werden, die aufgrund genetischer Untersuchungen feststellen wie „fit“ die Population ist. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen sind an den toten Tierkörpern vorzunehmen.

Erwünschte Weiterentwicklung – Sachliche Diskussion!

Ein veröffentlichter Untersuchungsbericht bestätigte im Jahr 2011, dass tatsächlich in Alaska eine 32 Jahre junge Frau von Wölfen getötet wurde. Diese Tatsache ist natürlich nicht in Ordnung und durch nichts zu rechtfertigen. Einige der beteiligten Wölfe sind geschossen worden. Ideal ist es in diesem Fall alle beteiligten Wölfe zu schießen, bevor „gelernt“ wird den Menschen weiterhin in Betracht zu ziehen. Dennoch muss die Diskussion über der Wolf weiterhin sachlich geführt werden. Ein Ausschlachten dieses Vorfalles mit dem Ziel, Wölfe in Deutschland wieder auszurotten, entbehrt jeder Vernunft.

Aus meiner Sicht der Dinge wird der Wolf vielleicht nicht überall in Deutschland haltbar sein. Aber gegebenenfalls darüber nachzudenken Wölfe gleich wieder komplett auszurotten ist absurd. Wir Jäger sind gut beraten, uns stetig weiterzubilden und die in der breiten Bevölkerung vorhandene Lobby für den Wolf ernst zu nehmen und zunächst eigene Erfahrungen im eigenen Revier zu sammeln, bevor verbal gehetzt wird. Gelingt uns das, werden wir einen erheblichen Akzeptanzzuwachs als Jäger in der Bevölkerung bekommen. Stellen wir uns auf sturen Widerstand kann das in immer weiter einengende Gesetze resultieren, die die Motivation am Jagen weiter einschränken.

Letztendlich stellt sich die Frage, ob die Ablehnung manch eines Jägers gegenüber Wölfen nicht zuletzt auf der eigenen Angst vor einer Begegnung mit einem Wolf im Jagdgebiet beruht. Oder wenn nach einem Ansitz die Zeit zum Herunterklettern vom Hochsitz kommt und Wölfe in der Nachbarschaft zum Hochsitz sich gemeinsam ins Chorheulen einstimmen. Geräusche, an die wir uns noch lange nicht alle gewöhnt haben.

Pressemitteilung: Feierliche Eröffnung des Zeittunnel

Am 4. April 2012 wurde nach einer ca. sechs Monate dauernden Bauphase der Zeittunnel im Wolfcenter eröffnet. Frank und Christina Faß, als Inhaber des Wolfcenter, durchtrennten gemeinsam mit der Dörverdener Bürgermeisterin Karin Meyer das rote Band am Eingang zum Zeittunnel. „Ganz bewusst haben wir die Regeln der Didaktik gebrochen, um unseren Besuchern aufzeigen zu können, welche enorme Entwicklung die Menschheit im Aller-Leine-Tal, in Norddeutschland gelegen, in den letzten 15.000 Jahren genommen hat“, äusserte sich Frank Fass in seiner Eröffnungsrede.

Pressemitteilung: Der April im WOLFCENTER – ein Monat mit vielen Attraktionen

Den Auftakt der Aprilattraktionen macht die Eröffnung der neuen Dauerausstellung des WOLFCENTER: Am 04.04.2012 wird der „Zeittunnel“ feierlich eingeweiht und ab 12 Uhr kann jeder Besucher des WOLFCENTER Dörverden auf 180 qm eine „Zeitreise bis zu 15.000 Jahre in die Vergangenheit“ von Mensch, Wolf und Hund und weiteren spannenden Themenbereichen unternehmen.

Das Baumhaushotel „Tree Inn“ mit Blick in das Wolfsgehege ist ab Anfang April bezugsfertig. Hier kann man gemütlich im Bett liegend, oder im Whirlpool entspannend, die Wölfe bei ihrem Alltag aus einer Höhe von 5 m zusehen.

Weiter geht es am 07.04.2012 mit dem ersten Abend unter Wölfen in diesem Jahr. Wer gern einmal zusammen mit gleichgesinnten Wolfsinteressierten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer erleben möchte, sich mit schmackhafter Grillwurst stärken und anschließend den Wölfen bei ihrer Fütterung zusehen möchte, der ist herzlich willkommen, sich für einen Abend unter Wölfen anzumelden. Für den April sind noch Plätze frei.

Gleich am nächsten Tag beginnt schon das Oster-Spezial-Angebot des WOLFCENTER! Am 08.04. und am 09.04.2012 von 10-19 Uhr kommt der Osterhase zu Besuch ins WOLFCENTER und es warten sensationelle Aktionen auf die ganze Familie. Neben dem Kinderliedermacher Werner Winkel, der mit tollen Mitmachaktionen am Ostersonntag Jung und Alt begeistert, wird erstmals auch der Wildnisexperte Thorsten Kunkel an beiden Tagen zu Gast sein und mit spannenden Tricks unsere Besucher in seinen Bann ziehen. Neben einer großen Ostereier-Suchaktion, bei der viele Ostereier im ganzen WOLFCENTER versteckt sind, wird es ein Gewinnspiel und viele Angebote für die Kleinen geben.

Am 19.04.2012 stellt Bob Hayes, seines Zeichens Wildbiologie mit 20 Jahren Berufserfahrung im Yukon, sein neues Buch „Wölfe im Yukon“ vor. Die Buchvorstellung erfolgt in englischer Sprache, wird aber von Ulrich Wotschikowsky, einem Jäger, der in der Lausitz viel Erfahrung mit Wölfen sammeln konnte, übersetzt.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Sitzplätze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.

Der Tag des Hundes wird am 22.04.2012 im WOLFCENTER gefeiert. Im Rahmen dieses Thementages bieten wir allen Hundeinteressierten ein breites und interessantes Fachwissen an aber natürlich darf da auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Deshalb können Sie z.B. zusammen mit Ihrem Hund an einer Rallye teilnehmen, es werden Demonstrationen und Schauvorstellungen von Gebrauchshunden geboten, uvm.

Schließlich stellt am 25.04.2012 Vladimir Bologov, ein erfahrener Wildbiologe aus Russland, verschiedene Wolfsprojekte vor. Der kommentierte Diavortrag vermittelt Erkenntnisse über Handaufzuchten und Auswilderungen von Wölfen in Russland. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, sie ist in englischer Sprache, der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Sitzplätze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.

Weitere Informationen zu den Angeboten des WOLFCENTER und Kontaktinformationen für die Anmeldungen zu den Vorträgen finden Sie unter www.wolfcenter.de.

 

Pressemitteilung: Start in eine neues Jahr – ein Ausblick auf kommende Attraktionen

Das WOLFCENTER Dörverden wird im Jahr 2012 mit weiteren Attraktionen für die Besucher aufwarten. Immer mit dem Anspruch der Aufklärungsarbeit zum Thema Wolf im Hintergrund, wird den Besuchern dieses Jahr Anfang April unter anderem eine neu gestaltete Ausstellung präsentiert. Auf 180 qm wird sich diese Ausstellung mit dem Thema „Wolf, Menschen und Hunde“ im Regionalbezug zum Aller-Leine-Tal befassen und einen Zeitraum von 15.000 Jahren behandeln.

Nicht nur das Ausstellungsangebot des WOLFCENTERs Dörverden wird erweitert – auch im Bereich der Veranstaltungen gibt es Neues. So wird dieses Jahr das erste Mal das WOLFCENTER Oster-Spezial stattfinden. Am 08.04. und am 09.04.2012 von 10-19 Uhr kommt der Osterhase zu Besuch ins WOLFCENTER und an beiden Tagen warten sensationelle Aktionen auf die ganze Familie. Neben dem Kinderliedermacher Werner Winkel, der mit tollen Mitmachaktionen am Ostersonntag Jung und Alt begeistert, wird erstmals auch der Wildnisexperte Thorsten Kunkel an beiden Tagen zu Gast sein und mit spannenden Tricks unsere Besucher in seinen Bann ziehen. Neben einer großen Ostereier- Suchaktion, bei der viele Ostereier im ganzen WOLFCENTER versteckt sind, wird es ein Gewinnspiel und viele Angebote für die Kleinen geben.

Natürlich werden auch dieses Jahr wieder die beliebten Thementage, wie z.B. der Tag des Hundes (22.04.2012), der Wolfstag-Spezial (13.05. und 09.09.2012), das Sommersonnenwendfest (23.06.2012), ebenso wie sein Pendant – das Wintersonnenwendfest (22.12.2012) – und Halloween für die ganze Familie (27.10.2012) stattfinden.

Wolfcenter, Auszeichnung, Kinderfreundliche Erlebniseinrichtung, Urkunde, niedersächsischer Wirtschaftsminister Lörg Bode, Gwendolyn Manek

Pressemitteilung: Niedersächsischer Wirtschaftsminister zeichnet WOLFCENTER aus

Zusammen mit 13 weiteren Betrieben wurde am 26.11.2011 das WOLFCENTER Dörverden vom niedersächsischen Wirtschaftsminister, Herrn Jörg Bode, und der Projektleiterin der AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande e.V., Frau Gwendolyn Manek, als kinderfreundliche Erlebniseinrichtung ausgezeichnet. Stellvertretend für das WOLFCENTER Dörverden übernahm Frau Janika Eckhardt die Urkunde, die das WOLFCENTER Dörverden nun ab sofort nach bundesweiten Standards als kindgerechtes und kinderfreundliches Ausflugsziel qualifiziert und zertifiziert.

Das WOLFCENTER Dörverden bietet Kindern die Möglichkeit sich unter anderem auf dem Abenteuerspielplatz oder aber dem Spielplatz im Bereich der Außenterrasse des WOLFSREVIERs dem Restaurant am WOLFCENTER, nach Herzenslust auszutoben. Die Edelsteinmine verspricht entdeckungsfrohes Selbstabbauen von Halbedelsteinen. Und natürlich kann man nicht nur in der Außenanlage viel Spannendes über Wölfe lernen, sondern ebenfalls in der auch für Kinder geeigneten multimedialen Dauerausstellung. Während man in der Ausstellung beispielsweise seine eigenen Sinnesleistungen mit denen eines Wolfes vergleichen kann, warten draußen in zwei Gehegen unsere Hauptakteure auf Groß und Klein. Die unterschiedlich alten Europäischen Grauwölfe sind in ihrem sozialen Miteinander immer wieder spannend zu beobachten, und während der mehrfach am Tag angebotenen Führungen werden gern alle Fragen von Jung und Alt zu den Tieren und den Wölfen in Deutschland beantwortet. Am Wochenende, in den Ferien und an Feiertagen bietet das WOLFCENTER-Team bei einer Zahl von mind. 15 Kindern eine zusätzliche Kinderführung an, bei der die Mitarbeiter noch intensiver auf die Fragen der Kinder eingehen können.

Neben den Wölfen leben im WOLFCENTER aber auch Schafe, Ziegen, Hühner und Tschechoslowakische Wolfshunde, so dass jede Begegnung mit den Tieren zu einer abwechslungsreichen und beeindruckenden Erinnerung wird.

Die AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande e.V. aus Verden möchte Familien mit Kindern Urlaubs- und Freizeitziele in Niedersachsen näher bringen, bei denen die Kinder ebenso viel Spaß wie die Erwachsenen haben. Aus diesem Grunde hat die AG ihr Konzept Kinder-Land-Erlebnis erstellt. Geleitet wird dieses Projekt von Frau Gwendolyn Manek, die diese Initiative mit ihrem Fachwissen im Bereich von Tourismusprojekten, tatkräftig umgesetzt hat.

Die Bewerber für das Gütesiegel und Zertifikat der AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande e.V. wurden nach strengen Maßstäben hinsichtlich einer kindgerechten Ausrichtung und sicherheitstechnischen Sicherungen geprüft und Christina und Frank Faß freuen sich sehr, dass ihrem WOLFCENTER diese Auszeichnung erteilt wurde.

Während der Ferien und an Feiertagen (Niedersachsen/Bremen) hat das WOLFCENTER täglich geöffnet. Weitere Informationen zur Anfahrt, Führungen und Preisen finden Sie auf www.wolfcenter.de

Pressemitteilung: Der Winter naht

Die Weihnachtszeit nähert sich und viele glückliche Kinder fiebern jetzt schon ganz aufgeregt ihren Geschenken unter dem Weihnachtsbaum entgegen. Leider gibt es auf der Welt aber auch viele Kinder, die nicht so viel Glück haben und für diese Kinder engagieren sich unterschiedliche gemeinnützige Organisationen mit einer weiten Spannbreite an Aktionen. Zu solchen Aktionen zählt auch das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“, durch das in Schuhkartons verpackte Geschenke an hilfsbedürftige Kinder in verschiedenen Ländern gelangen. Angeregt durch Monika Witt hat sich dieses Jahr auch das WOLFCENTER Dörverden an dieser Aktion beteiligt und hofft so, dass es für das ein oder andere Kind mehr ein frohes Fest mit leuchtenden Augen geben wird.

Für jeden, der auch noch eine Geschenkidee für Weihnachten braucht, bietet sich jetzt auch der neue Online-Shop des WOLFCENTER an, zu finden ist dieser über die Homepage des WOLFCENTER: www.wolfcenter.de .

Und wer sich in dieser Jahreszeit gern mit Wildgerichten kulinarisch verwöhnen lassen möchte, ist im WOLFSREVIER, dem Restaurant am WOLFCENTER, genau richtig. Heimisches Wild aus der Region Verden wird vom Chefkoch hier ebenso raffiniert und schmackhaft zubereitet wie auch diverse weitere saisonale Gerichte, die zur Winterzeit den Gaumen erfreuen. Das WOLFSREVIER ist für Sie am Freitag bis Sonntag bis 22:00 Uhr geöffnet.

Das WOLFCENTER ist in der Wintersaison (16. Oktober bis 14. März) von Freitag bis Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet.

Während der Ferien und an Feiertagen (Niedersachsen/Bremen) hat das WOLFCENTER täglich geöffnet. Weitere Informationen zur Anfahrt, Führungen und Preisen finden Sie auf www.wolfcenter.de .

Pressemitteilung: Highlights im Winter 2011/12

Nach einer sehr erfolgreichen Sommersaison beginnt nun für das WOLFCENTER die Wintersaison. Auch in der kalten Jahreszeit gibt es im WOLFCENTER viel zu erleben und zu erfahren.

Als Auftakt in die Wintersaison findet am 29.10.2011 ein Halloween-Fest für die ganze Familie statt. Zusätzlich zum regulären Tagesprogramm wird es u.a. Bastelaktionen, eine Schatzsuche und die Möglichkeit geben, sich im Trapper-Fort mit Gruselpunsch und Grillwurst zu wärmen und zu stärken.

Die langen Winterabende werden verkürzt durch eine Vortragsreihe zu vielen unterschiedlichen und äußerst interessanten Themenbereichen rund um den Wolf, seinen Nachfahren, dem Haushund und das Leben in und mit der Natur.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19:30 im Seminarraum 1 des WOLFCENTER Dörverden. Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich.

Vortragstermine, Referenten, Themen und Preise:

  • 16.11.2011 (Mittwoch) – Wildmeister Jens Krüger: „Alaska – im Bann des Nordens. Über Wölfe, Bären, Elche, Karibus, …“ (Kosten: 15,- € / Pers.)
  • 23.11.2011 (Mittwoch) – Michael Grewe: „Hunde brauchen klare Grenzen“ (Kosten: 20,- € / Pers.)
  • 24.11.2011 (Donnerstag) – Hendrik Stachnau: „Schlittenhunde-Rennen in Tiefschnee und Eiswüsten“ (Kosten: 15,- € / Pers.)
  • 25.11.2011 (Freitag) – Berufsschäfer Arthur Budesheim: „Der Herdenschutzhund im Einsatz“ (Kosten: 15,- € / Pers.)
  • 22.02.2012 (Mittwoch) – Theo Grüntjens: „Der Wolf: Westwärts auf alten Wegen?!“ (Kosten: 15,- € / Pers.)
  • 08.03.2012 (Donnerstag) – Michael Grewe: „Das Jagdverhalten des Hundes – erwünscht oder nicht?“ (Kosten: 20,- € / Pers.)

An den Vortragsabenden steht den Teilnehmern ab 18:00 Uhr die multimediale, interaktive Dauerausstellung des WOLFCENTER ebenso zur Verfügung wie die Angebote im Shop. Darüber hinaus bietet das WOLFSREVIER, das Restaurant am WOLFCENTER, saisonal wechselnde kulinarische Freuden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit sich per Mail anzumelden finden Sie unter www.wolfcenter.de.

Eine kleine Aussicht auf das Jahr 2012 gibt es auch schon. Für das kommende Jahr stehen einige Erweiterungen an. So plant das WOLFCENTER u.a. die Vergrößerung der Ausstellungsfläche und wird im Laufe des neuen Jahres weitere spannende Exponate präsentieren. Zusätzlich wird es im Außenbereich ebenfalls Veränderungen geben. Geplant ist ein Außenlehrpfad und für die Wölfe und Hunde des WOLFCENTER wird es neue Nachbarn aus der Familie der Caniden geben: Ein Gehege für Australische Dingos wird konzipiert.

Das WOLFCENTER ist in der Wintersaison (16. Oktober – 14. März) von Freitag-Sonntag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet.

Während der Ferien und an Feiertagen (Niedersachsen/Bremen) hat das WOLFCENTER täglich geöffnet. Weitere Informationen zur Anfahrt, Führungen und Preisen finden Sie auf www.wolfcenter.de .