Immer wieder erhalten wir Anfragen von Unternehmen aus den Bereichen des Coaching und der Personalweiterentwicklung, ob wir nicht Seminare oder Workshops anbieten können, damit Manager (häufig großer Unternehmen) von Wölfen Etwas lernen – Tendenz steigend. Auch der Büchermarkt sorgt immer mal wieder für weitere Bücher hinsichtlich der Fragestellung was Manager und auch Unternehmer von Wölfen lernen können.
An dieser Stelle sei unser Standpunkt diesbezüglich in Kürze deutlich dargestellt: Es ist nicht zielführend durch den Gehegezaun zu schauen, Wölfe entgegen ihrer wirklichen Lebensweise zu beobachten und zu glauben als besserer Chef nach Hause zu gehen. Auch der rein theoretische Vergleich von Wölfen und Menschen führt nicht dazu, eigene ungünstige Standpunkte zu wandeln und somit eine bessere und erfolgreichere Führungskraft zu werden. Mag doch die direkte Konfrontation mit einem Wolf im Gehege eine emotionale Erfahrung sein, die man nie wieder vergisst, ist es jedoch schlicht weg nicht möglich sich Etwas von Wölfen abzugucken, um Konflikte zwischen zwei Menschen, einer Gruppe oder verschiedenen Gruppen von Menschen zu lösen. Wir, als Gesellschaft, sollten lieber schnellstens wieder dahin zurückkommen, uns auf Werte wie z.B. Respekt, Wertschätzung und Lebenserfahrung zu besinnen. Leider ist das Gegenteil festzustellen. Dass häufig Mitarbeiter innerlich kündigen und nur noch Dienst nach Vorschrift leisten, ist lange kein Geheimnis mehr. Diese Verhaltensweisen von Menschen konnten wir selbst ausgiebig in unseren früheren beruflichen Tätigkeiten in großen Konzernen beobachten. Es stünde uns allen gut zu Gesicht wieder echte "Leittiere" in den Reihen der Führungskräfte vorzufinden. Menschen, denen es an Selbstbewusstsein, Lebenserfahrung, respektvollen und wertschätzenden Umgangsformen nicht mangelt. Denn solchen Menschen folgen Menschen! Das ist die Basis für den Erfolg eines Unternehmens. Übrigens, auch Führungskräfte sind nur Menschen…
Sicherlich richten Seminare oder Workshops mit Wölfen keinen Schaden an, dürfen aber doch in die Kategorie "teures Steakessen mit netten Zeitvertreib" eingestuft werden. Die Argumentation, dass solche Seminare dabei helfen, sich der eigenen Körpersprache bewusster zu werden, laufen unserer Meinung nach auch ins Leere. Hierfür sind Hunde und Pferde viel besser geeignet, als Wölfe.
Obwohl wir ein wirtschaftliches Unternehmen sind und Geld verdienen müssen, verzichten wir ganz bewusst auf diese lukrative Geldeinnahmequelle!
Das Buch "Wölfe im Yukon" bei uns im Onlineshop erhältlich
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